Eine Sicherheitslücke ist ein Fehler in Software, über den sich jemand Zugriff verschaffen kann, den er nicht haben sollte. Bei WordPress-Seiten stammen die meisten nicht aus dem Kern, der gilt als gut gepflegt, sondern aus Plugins und Themes.
Der typische Ablauf ist unspektakulär. Eine Lücke wird veröffentlicht, damit Betreiber aktualisieren können. Innerhalb von Stunden scannen automatisierte Programme das halbe Netz nach genau dieser Version. Wer nicht innerhalb weniger Tage aktualisiert, wird gefunden. Nicht gezielt, sondern serienweise.
Ein Beispiel: Bei einer bekannten Lücke in einem verbreiteten Formular-Plugin lagen zwischen Veröffentlichung und den ersten automatisierten Angriffen keine 48 Stunden. Betroffen waren Seiten, deren Betreiber nichts falsch gemacht hatten, außer eine Woche nicht aktualisiert zu haben.
Wirksam sind deshalb keine Wunderwerkzeuge, sondern Routine: zeitnahe Updates, tägliche Backups außerhalb des Servers, Zwei-Faktor-Anmeldung im Backend, eine Firewall vor der Anwendung und möglichst wenige Plugins. Jedes zusätzliche Plugin ist eine zusätzliche Tür.
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